Hundeschule für eine glückliche Mensch-Hund-Beziehung

Autor: Julia (Seite 1 von 3)

Schreck lass nach!

Der Einfluss von Stress und Angst auf Gehirn und Verhalten – Ein Buch von Heike Weststedt

Stress und Angst sind zwei Themen, mit denen ich mich im Zusammenleben mit einem Tierschutzhund schon viel beschäftigt habe und darum geht es auch in dem Buch „Schreck lass nach!“. Wie beeinflussen diese beiden Komponenten das Verhalten von Hunden, wie gehe ich damit um aber vor allem was und wie kann ich etwas verändern? „Stress und Angst lösen bei Tieren ebenso wie bei uns Menschen körperliche und psychische Schäden aus.“ Eine Erkenntnis, die ich zwar schon vor dem lesen dieses Buches hatte, die aber nochmal klar macht warum das Thema so wichtig ist.

Daten und Fakten zum Buch „Schreck lass nach!“

„Schreck lass nach!“ erschien 2013. Das 104 Seiten lange Taschenbuch wurde von CumCane herausgegeben und befasst sich mit den wichtigen Themen Angst und Stress beim Hund. Es geht um die Wahrnehmung des Hundes, wie wir als Hundehalter*innen erkennen was der Hund vermutlich gerade fühlt und was Angst und Stress im Gehirn und im Körper auslösen. Darüber hinaus gibt es Infos zu Trainingsmethoden und zur Trainingsplanung.

Die Autorin – Heike Westedt

Heike Westest ist Biologin und Hundetrainerin. Ihre Trainerausbildung hat sie, nach ihrem Biologiestudium, bei Turid Rugaas und Sheila Harper absolviert. Sie selbst sagt über ihre Arbeit: „Mein Ziel ist es, eine faire, artgerechte, druck- und gewaltfreie Erziehung für die jeweiligen Mensch-Hund-Teams zu finden.“ Dabei Kombiniert sie ihr Wissen über die Verhaltensbiologie des Hundes mit ihrem Wissen über Lerntheorien und hündische Kommunikation.

Schreck lass nach! – Zum Buch

Das erste Kapitel startet unter dem Thema Wahrnehmung. Es geht darum wie der Hund seine Umwelt wahrnimmt, welche Sinne ihm zur Verfügung stehen und wie er auf Umweltreize reagiert. Was passiert im Gehirn des Hundes und wie bewertet er ob ein Reiz eine Gefahr darstellt oder nicht? Bilder und Beispiele verdeutlichen die Wahrnehmung des Hundes. Am Ende des Kapitels gibt es nochmal ein paar wissenschaftliche Fakten über die bewusste und unbewusste Wahrnehmung.

Da wir ja alle keine Gedanken lesen können geht es im nächsten Kapitel um die Körpersprache des Hundes. Ein wirklich wichtiger Punkt, wenn wir wissen möchten, wie es unserem Hund in verschiedenen Situationen geht. In dem Kapitel wird die Körpersprache der Hunde in drei Bereiche eingeteilt. Den grünen, den gelben und den roten Bereich. Es wird beschrieben, wie der Hund aussieht und wie er sich fühlt. Zu jedem Bereich gibt es passenden Bilder und Beispiele. Außerdem wir kurz erklärt was man unter „Beschwichtigungssignalen und den „4 F’s“ versteht.

Nachdem wir nun wissen, wie unser Hund die Umwelt wahrnimmt und wie wir erkennen, was er gerade fühlt, können wir uns im dritten Kapitel mit dem Thema Angst beschäftigen. Erstmal wird geklärt was Angst ist und was der Unterschied zwischen Angst, Furcht, Unsicherheit, Scheu und Trauma bzw. Phobie ist. Es geht um die Abläufe im Gehirn und um körperliche und psychische Folgen. Auch die Fragen, „Woher kommt die Angst?“ bzw. „Warum hat mein Hund Angst?“ wird behandelt. Es wird nochmal Bezug auf die Wahrnehmung und auf die Körpersprache genommen und erklärt, wie man mit Angst umgehen kann.

Ein Satz, der mir besonders im Kopf geblieben ist, da ich im Alltag noch viel zu häufig das Gegenteil erlebe ist, „Wenn ein Hund Angst zeigt, sollte er nicht durch die Situationen, die ihm offensichtlich Angst bereiten, gezwungen werden hindurch zu gehen. Er wird nichts lernen, außer vielleicht, dass diese Situationen wirklich unangenehm sind, und er ihnen hilflos ausgeliefert ist…“ Wissenschaftliche Fakten und Bilder gibt es auch in diesem Kapitel.

Im vierten Kapitel dreht sich alles um das Thema Stress. Was ist Stress? Was passiert im Körper und welche Auswirkungen hat Stress auf das Verhalten? Es wird zwischen verschiedenen Stressauslösern unterschieden und erklärt wie Stresshormone im Körper wirken. Auch in diesem Kapitel gibt es wieder wissenschaftlicher Fakten und Bilder, die einem das komplexe Thema Stress näherbringen.

Im weiteren Verlauf des Buches geht es um Fallbeispiele, Trainingsmethoden, Hilfsmittel und Trainingsplanung. Es geht kurz darum wie Hunde lernen und welche unterschiedlichen Lerntheorien es gibt. Anschließend werden verschiedene Elemente aus dem Hundetraining vorgestellt. Die einzelnen Elemente werden mit Schritt für Schritt Trainingsanleitungen einfach und verständlich erklärt. Beispielsweise wird der Aufbau eines Aufmerksamkeitssignales, der Aufbau eines Markerwortes und die Konditionierung eines Entspannungssignales beschrieben. Im letzten Kapitel geht es dann nochmal darum, wie ich mein Training plane, optimiere und überprüfe.

Mein persönliches Fazit

Für mich ist „Schreck lass nach!“ ein absolut empfehlenswertes Buch. Auf 100 Seiten werden komplexe Themen verständlich erklärt. Man bekommt fachliches Wissen und theoretische Trainingsanleitungen. Für Alle, die mehr als die vereinfachte Version wollen gibt es extra gekennzeichnete Seiten oder Hinweise auf weiterführende Literatur.

Stress beim Hund

Er ist „gestresst“, die Situation ist „stressig“. Der gestresste Hund ist allgegenwärtig. Jeder spricht über Stress und meistens in einem negativen Zusammenhang. Ist Stress beim Hund denn immer etwas Negatives? Darf ein Hund nie gestresst sein? Was ist Stress beim Hund überhaupt, wie erkenne ich Stress und vor allem wie helfe ich einem gestressten Hund?

Was ist eigentlich Stress beim Hund?

Vereinfacht gesagt ist Stress eine messbare Reaktion des Körpers auf innere und äußere Veränderungen. Stress soll dem Individuum helfen sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Damit werden sowohl körperliche Vorgänge als auch das Verhalten unserer Hunde durch Stress beeinflusst.

Was passiert im Körper?

Auch hier wieder eine vereinfachte Erklärung was bei Stress im Körper deines Hundes passiert. Bereits durch die erste, unbewusste Wahrnehmung eines stressauslösenden Reizes wird im Körper Adrenalin ausgeschüttet. Die Herzfrequenz deines Hundes erhöht sich und der Blutdruck steigt. Durch den Abbau von Fett werden dem Körper Energiereserven bereitgestellt. Das Adrenalin sorgt dafür, dass der Körper möglichst viel Energie zur Verfügung hat um so schnell wie möglich auf eine Bedrohung zu reagieren. Da Adrenalin innerhalb von Sekunden in den Blutkreislauf gelangt und sofort seine Wirkung entfaltet ist es für schnelle Affekthandlungen verantwortlich.

Bestätigt sich die erste Wahrnehmung, werden im Gehirn weitere Hormone ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass in der Nebennierenrinde Stresshormone wie z.B. Kortisol freigesetzt werden. Diese Hormone beeinflussen dann verschiedene Vorgänge im Körper um das Individuum an die Situation anzupassen.

Gelingt es deinem Hund die Situation unter Kontrolle zu bringen, normalisiert sich der Hormonspiegel wieder. Gelingt es ihm nicht bleibt der Körper in Alarmbereitschaft.

Die wichtigsten Stresshormone

Hormone sind chemische Botenstoffe und werden von Drüsen im Körper gebildet. Mithilfe von Hormonen können verschiedene Organe im Körper miteinander kommunizieren. Sie beeinflussen unterschiedliche Vorgänge im Körper und haben Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gefühlswelt unserer Hunde. Die wichtigsten Stresshormone im Körper deines Hundes sind Adrenalin, Kortisol, Aldosterol und Androgene. Sie werden hauptsächlich im Nebennierenmark und in der Nebennierenrinde gebildet.

Das erste Stresshormon ist das Adrenalin. Adrenalin entfaltet in kürzester Zeit seine Wirkung im Körper und ist daher mitverantwortlich für schnelle Affekthandlungen. Adrenalin erhöht die Herzfrequenz und den Blutdruck, sorgt für eine Erweiterung der Bronchien und stellt Energiereserven durch Fettabbau bereit. Außerdem hemmt Adrenalin die Bewegungen im Magen-Darmtrakt.

Das wohl bekannteste Stresshormon ist das Kortisol. Kortisol wird ausgeschüttet, wenn sich die erste Wahrnehmung bestätigt aber die erste Handlung noch keinen Erfolg gebracht hat. Dieses Hormon hat Einfluss auf sämtliche Stoffwechselvorgänge im Körper und steigert unter anderem den Proteinabbau und die Magensäureproduktion. Außerdem verstärkt Kortisol auch das Adrenalin im Körper, erhöht den Blutzucker und senkt Entzündungsbotenstoffe. Dadurch hat Kortisol auch Einfluss auf das Immunsystem.

Aldosterol steuert den Flüssigkeitshaushalt und hat besonderen Einfluss auf die Nieren. Bei einer Stressreaktion kann es vorkommen, dass dein Hund entweder vermehrte oder verringerte Wasserausscheidungen zeigt. Schweißproduktion und Blutdruck werden ebenfalls von Aldosterol beeinflusst.

Das letzte Stresshormon sind Androgene. Androgene zählen zu den männlichen Sexualhormonen, sind aber auch im weiblichen Körper zu finden. Androgene beeinflussen indirekt das Verhalten deines Hundes. So steigert ein erhöhter Testosteronspiegel die Verteidigungsbereitschaft. Da Androgene nicht nur in den männlichen Geschlechtsorganen gebildet werden, sondern auch in der Nebennierenrinde werden sind sie auch bei kastrierten, männlichen und weiblichen Tieren gefunden.

Selbst wenn ein Hund ausreichend Möglichkeiten hat sich von einer stressigen Situation zu erholen, kann es sein, dass sich der Hormonspiegel erst nach zwei bis drei Tagen wieder normalisiert hat. Es ist also durchaus möglich, dass du die Auswirkungen noch einige Tage nach dem stressenden Ereignis spürst.

Auswirkungen von Stress auf den Körper

Bei einer Stressreaktion beeinflussen Hormone verschiedenste Vorgänge im Körper. Selbst bei ausreichend Erholungsmöglichkeiten kann es einige Tage dauern, bis sich der Hormonspiegel wieder normalisiert hat. Was aber wenn die Möglichkeiten fehlen? Der Körper bleibt in Alarmbereitschaft und die oben erwähnten Hormone bleiben auf einem erhöhten Level. Dementsprechend bleiben auch Herzfrequenz, Blutdruck, Blutzuckerspiegel etc. auf einem höheren Level als normalerweise. Die Folgen? Dauerstress macht anfällig für Infektionskrankheiten, da durch den erhöhten Kortisolspiegel das Immunsystem gehemmt wird. Dauerhaft erhöhter Blutzucker kann zu Diabeteserkrankungen führen und zu hoher Blutdruck auf Dauer zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Weitere mögliche Folgen von Dauerstress sind Magenschleimhautentzündungen, Magengeschwüre und andere Magen-Darm-Erkrankungen. Aber auch psychische Erkrankungen, Zwangsstörungen (z.B. extremes Pfoten lecken) und Verhaltensauffälligkeiten gehören zu den Folgen von Dauerstress.

Ein Hund der unter Dauerstress leidet zeigt in vielen Fällen vermehrtes Aggressionsverhalten und kann sich nur schlecht bzw. kurz konzentrieren. Dazu kommt, dass Stress das Lernen allgemein blockiert. Verhaltensweisen bleiben im Kurzzeitgedächtnis stecken und werden nicht oder nur teilweise im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Verhaltensänderungen erfolgen darum oft nur sehr langsam bis gar nicht. Stress beim Hund hat also eine ganz Menge an negativen Auswirkungen und kann Ursache von Verhaltensproblemen und körperlichen Leiden sein.

Typische Stressauslöser

Was für deinen Hund ein Stressauslöser ist, ist natürlich individuell und abhängig von verschiedenen Faktoren. Aufzucht, genetische Veranlagungen und die ganz individuellen Lernerfahrungen haben einen Einfluss darauf was für deinen Hund stressend ist. Stressauslösende Reize oder Stressoren kann man in verschiedene Kategorien einteilen. Hier teile ich Stressoren in soziologische, psychologische und physiologische Stressoren auf, wobei es durchaus Stressoren gibt, die auch in mehrere Kategorien passen würden.

Zu den soziologischen Stressoren gehören, wie der Name schon sagt, Stressoren aus dem sozialen Umfeld deines Hundes oder auch eine allgemeine schlechte Sozialisierung. Ein veränderter Lebensraum z.B. vom Land in die Stadt, eine neue Wohnung, ein neues Familienmitglied…, schlechter Kontakt mit anderen Hunden oder das Leben in einer unharmonischen Hundegruppe oder schlechte Kontakte zu Menschen sind Beispiele für soziologische Stressoren.

Zu den psychologischen Stressoren zählen Stressoren die im direkten Zusammenhang mit negativen Gefühlen stehen. Hier finden wir Stressoren wie Angst und Unsicherheit oder auch Gewalt, Druck und Strafen in der Erziehung.

Bei den physiologischen Stressoren finden wir Stressoren, die Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden unseres Hundes haben. Hunger, Durst, extreme Wetterbedingungen und zu wenig Schlaf gehören in diese Kategorie. Weitere Beispiele für physiologische Stressoren sind körperliche Leiden durch Verletzungen und Schmerzen oder auch durch Qualzuchtmerkmale.

Ist Stress beim Hund immer schlecht?

Stress sorgt dafür, dass unsere Hunde anpassungsfähig sind und neue Lösungswege für ein Problem finden. Kurzzeitiger Stress, der am Ende dazu führt eine Situation unter Kontrolle zu bringen, gehört durchaus zum Leben des Hundes dazu. Dauerhafter Stress, fehlende Erholungsmöglichkeiten und unkontrollierbare Situationen führen am Ende nur dazu, dass dein Hund krank wird. Stress beim Hund ist also nicht grundsätzlich etwas Negatives.

Selbstgemachte Kaustangen für deinen Hund

Kaustangen gibt es in unterschiedlichen Varianten zu kaufen. Oft enthalten sie viel Zucker, Farbstoffe, Geschmacksverstärker und andere Zusatzstoffe auf die Hundebesitzer*innen gerne verzichten möchten oder sogar müssen. Wenn du dazu gehörst oder deinem Hund einfach mal andere Snacks anbieten möchtest, probiere doch mal selbstgemachte Kaustangen für deinen Hund aus. Hier findest du vier Rezepte für selbstgemachte Kaustangen, die deinem Hund bestimmt gefallen werden.

Ich benutze für die selbstgemachten Kaustangen eine Backmatte mit Stangenform. Du kannst die Rezepte aber auch ganz einfach ohne eine Backmatte herstellen, indem du deine Kaustangen selber formst.

Bananen Kaustangen

Für die Bananen Kaustangen benötigst du 1 reife Banane, 250g Reismehl, 1 Ei und 3 Esslöffel Kokosraspeln. Zuerst wird die Banane geschält und mit einer Gabel zerdrückt. Anschließend alle Zutaten miteinander vermischen und mit Wasser verdünnen bis ein glatter Teig entsteht. Wenn du ohne eine Backmatte arbeitest sollte der Teig noch so fest sein, dass du ihn gut formen kannst.

Jetzt den Teig in eine Backmatte geben und bei 180 °C für ca. 50 Minuten backen. Die Backzeit kann je nach Größe der Backmatte und Konsistenz des Teiges variieren. Achte darauf, dass die selbstgemachten Kaustangen komplett durchgebacken sind, bevor du sie aus dem Ofen nimmst.

Leberwurst Kaustangen

Selbstgemachte Leberwurst Kaustangen kommen bei allen Hunden gut an. Du benötigst 100g Leberwurst oder alternativ ein Hundenassfutter, 200g Haferflocken, 150g Hüttenkäse, 5 Esslöffel Öl und 1 Ei. Geeignete Öle sind zum Beispiel Lachsöl, Kokosöl oder Olivenöl. Gerade Lachsöl kommt bei den meisten Hunden, aufgrund des intensiven Geruches, besonders gut an.

Bis auf die Haferflocken werden alle Zutaten miteinander vermischt und püriert. Anschließend werden die Haferflocken untergerührt und der Teig in die Backmatte gefüllt. Die Leberwurst Kaustangen werden für ca. 50 Minuten bei 160 °C gebacken.

Kurkuma-Kokos-Stangen

Das in der Kurkuma enthaltene Curcumin wirkt entzündungshemmend, antiseptisch und antioxidativ. Außerdem soll es die Bildung von Magen- und Gallensäften fördern und so die Verdauung anregen. Durch die Kombination mit Kokos erhältst du einen gesunden Snack für deinen Hund.

Du benötigst 30g Kokosflocken, 200g Haferflocken, 1 Ei, 200g Hüttenkäse, 1 Teelöffel Kurkuma und 2 Esslöffel Kokosöl. Bis auf die Haferflocken werden wieder alle Zutaten miteinander vermischt und püriert. Anschließend werden die Haferflocken untergemischt und der Teig in die Backmatte gefüllt. Die Kurkuma-Kokos-Stangen werden bei 160 °C für ca. 55 Minuten gebacken.

Schnelle Thunfisch Kaustangen

Für dieses Rezept benötigst du 500g Mehl, 3 Dosen (je 185g) Thunfisch in eigenem Saft und 2 Eier. Geeignete Mehle sind zum Beispiel Reismehl, Buchweizenmehl oder Kokosmehl. Die Zutaten werden miteinander vermischt und grob püriert. Sollte der Teig zu fest sein kannst du ihn mit etwas Wasser verdünnen.

Den Teig in die Backmatte geben und bei 175 °C für ca. 45 Minuten backen. Fertig sind deine schnellen Thunfisch Kaustangen.

Selbstgemachte Kaustangen für deinen Hund richtig lagern

Selbstgemachte Kaustangen für deinen Hund sollten genau wie selbstgemachte Hundekekse gut trocknen und auskühlen bevor du sie in eine Dose füllst. Die Dose sollte nicht luftdicht sein, damit Restfeuchtigkeit austreten kann. Bewahre die selbstgemachten Kaustangen an einem kühlen, trockenen Ort auf und verfüttere, je nach Größe deines Hundes, nur ein bis maximal zwei Kaustangen am Tag.

Und jetzt, viel Spaß beim Backen.

Hundeeis selber machen

Eis geht doch eigentlich immer oder? Das denken sich bestimmt auch unsere Hunde. Im Sommer ist Hundeeis eine schöne Abkühlung und im Winter eine gut schmeckende Beschäftigung. Hundeeis selber machen ist super einfach und geht schnell. Aus wenigen Zutaten kannst du die unterschiedlichsten Kreationen herstellen. Von herzhaft bis süß ist für jeden Hund was dabei.

Die besten Hundeeis Rezepte

Eigentlich kannst du für ein Hundeeis alles verwenden was dein Hund verträgt und gerne isst. Bei der Wahl der Zutaten kannst du also durchaus kreativ werden. Am Ende benötigst du eine cremige Masse und eine passende Form, die du einfrieren kannst. Weil ich aber weiß wie schwer das manchmal mit der Kreativität ist, habe ich hier ein paar Hundeeis Rezeptvorschläge für dich. Als Form nutze ich meistens einen KONG oder Muffinförmchen aus Silikon. Du kannst aber auch eine Schleckmatte verwenden oder wenn du einen kleineren Hund hast, Eiswürfelformen nutzen.

Leberwurst-Eis

Für das Leberwurst-Eis benötigst du 2 Esslöffel Hüttenkäse, 1-2 Esslöffel Leberwurst, 1 Teelöffel Öl und Naturjoghurt nach Bedarf.

Hüttenkäse, Leberwurst und Öl in einer Schüssel vermischen und mit Naturjoghurt auffüllen bis eine cremige Masse entsteht. Anschließend die Masse in eine Form, einen KONG oder eine Schleckmatte geben und für ca. 12 Stunden einfrieren.

Bananen-Eis

Für das Bananen-Eis benötigst du 2 Esslöffel Quark, 1 Teelöffel Honig und eine halbe, sehr reife Banane.

Zuerst die Banane mit einer Gabel zerdrücken und anschließend mit den anderen Zutaten vermischen, sollte die Masse zu fest sein kannst du etwas mehr Quark verwenden. Die Masse in eine Form, einen KONG oder eine Schleckmatte geben und für ca. 12 Stunden einfrieren.

Müsli-Eis

Für ein Müsli-Eis benötigst du 2 Esslöffel Apfelmus, eine halbe, sehr reife Banane, 1 Esslöffel Haferflocken und 1 Teelöffel Öl.

Zerdrücke die Banane mit einer Gabel und vermische sie mit den anderen Zutaten. Sollte die Masse noch nicht cremig genug sein, fülle sie mit Apfelmus auf. Die fertige Mischung in eine Form, einen KONG oder eine Schleckmatte geben und für ca. 12 Stunden einfrieren.

Beeren-Eis

Du benötigst 2 Esslöffel Naturjoghurt, eine Handvoll Himbeeren oder andere Beeren und einen Teelöffel Minze.

Alle Zutaten miteinander vermischen und am besten pürieren. Anschließend kannst du der Masse noch ein paar ganze Früchte hinzufügen, wenn dein Hund das mag. Die fertige Mischung in eine Form, einen KONG oder eine Schleckmatte geben und für ca. 12 Stunden einfrieren.

Schlemmer-Eis

Alles was du brauchst sind 2 Esslöffel Nassfutter, 2 Esslöffel Hüttenkäse und eine kleine Karotte.

Zuerst die Karotte raspeln und anschließend mit den anderen Zutaten vermischen. Bei Bedarf kannst du die Masse auch pürieren und mit Brühe verdünnen, sollte sie zu fest sein. Anschließend in eine Form, einen KONG oder eine Schleckmatte füllen und für ca. 12 Stunden einfrieren.

Hundeeis-Rezeptvarianten

Du kannst jeden Rezeptvorschlag variieren, indem du einzelnen Zutaten austauscht oder eine weitere Zutat hinzufügst. Geeignete Öle sind zum Beispiel Lachsöl, Olivenöl oder Leinöl. Statt Naturjoghurt kannst du auch Kokosmilch, Fleischbrühe oder Wurstwasser verwenden. Leberwurst lässt sich durch verschiedene Sorten Nassfutter oder auch durch Lachscreme ersetzen. Jedes Eis kann durch Kräuter wie Petersilie, Minze, Salbei oder Basilikum ergänzt werden. Wenn du ein Eis am Stiel herstellen möchtest kannst du zum Beispiel eine Karotte oder eine Kaustange als Stil verwenden. Probiere einfach aus was dein Hund gerne mag und zaubere ihm ein leckeres Hundeeis.

Pfotenbalsam für Hunde

Kalte Temperaturen, Streusalz auf Straßen und Gehwegen, Schnee oder lange Touren strapazieren die Pfoten deines Hundes. Um die empfindlichen Ballen vor Austrocknung und Rissen zu schützen kannst du die Pfoten deines Hundes mit einem speziellen Balsam eincremen. Wie du so ein Pfotenbalsam für Hunde selbst herstellen kannst erfährst du hier.

Selbstgemachter Pfotenbalsam für Hunde oder auch Katzen

Einen Pfotenbalsam bekommst du zwar auch im Handel, allerdings enthalten diese Produkte oft unnötige Zusatzstoffe oder sind sehr teuer. Wenn du dein eigenen Pfotenbalsam herstellst, weißt du was drinsteckt und kannst genau die Inhaltsstoffe verwenden, die du brauchst. Ein selbstgemachter Pfotenbalsam ist auch ein schönes Geschenk für andere Hundebesitzer*innen und kann auch für Katzen verwendet werden.

Für ca. 100g Pfotenbalsam benötigst du 40g Bienenwachs, 40g Kokosöl, 25ml Olivenöl, 1 Teelöffel Arnikablüten, 1 Esslöffel Ringelblumenblüten und 10 Tropfen Lavendelöl. Achte darauf, dass du reine, qualitativ hochwertige Produkte, am besten in Bio-Qualität verwendest um das beste Ergebnis zu erzielen.

Starke Inhaltsstoffe

Die Grundlage des Balsams bilden natürliche Fette bzw. Öle. Sie sorgen dafür, dass der Pfotenbalsam einen pflegenden und schützenden Effekt hat. Die Kombination aus verschiedenen Ölen sorgt auch dafür, dass der Balsam schön geschmeidig ist und sich gut auftragen lässt.

Bienenwachs bildet einen Schutzfilm auf der Haut, vermindert Reizungen und Trockenheit, beugt Entzündungen vor und hält Bakterien fern. Kokosöl besitzt ebenfalls antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften. Außerdem spendet es Feuchtigkeit und pflegt die Pfoten deines Vierbeiners. Olivenöl wirkt feuchtigkeitsspendend und der hohe Vitamin-E-Gehalt macht die Haut elastischer und unterstützt die Zellerneuerung.

Ich verwende zusätzlich getrocknete Arnika und Ringelblume sowie ein Lavendelöl um den pflegenden und schützenden Effekt des Pfotenbalsams zu verstärken. Du kannst diese Bestandteile aber auch weglassen oder durch andere ersetzen. Gute Ergänzungen wären auch Manuka, Rosmarin, Melisse, Kamille oder Pfefferminz. Erkundige dich vorher unbedingt über die verschiedenen Wirkungen und die passende Dosierung.

Arnika ist eine Heilpflanze, die häufig in Salben zur unterstützenden Behandlung von stumpfen Verletzungen wie Blutergüssen, Quetschungen oder Prellungen, angewendet wird. Arnika werden entzündungshemmende, schmerzlindernde und antiseptische Eigenschaften zugesprochen. Die Ringelblume wird aufgrund ihrer intensiv pflegenden Eigenschaften häufig in Cremes verwendet. Sie pflegt trockene Haut und repariert rissige Hautstellen. Ringelblume unterstützt die Wundheilung und fördert die Bildung neuer Hautzellen. Damit ist Ringelblume perfekt für die Pfoten deines Hundes. Das Lavendelöl besitzt ebenfalls entzündungshemmende Eigenschaften hilft aber auch gegen Juckreiz und fördert Entspannung und Wohlbefinden.

So stellst du deine Pfotenbalsam für Hunde her

Schritt 1:
Kokosöl bei niedriger Temperatur langsam schmelzen und anschließend mit dem Olivenöl vermengen.

Schritt 2:
Die getrockneten Arnika- und Ringelblumenblüten in ein großes Teesieb füllen und über 1-2 Stunden im Ölgemisch erwärmen. Achte darauf, dass die Mischung nicht anfängt zu kochen. Umso länger du die Pflanzen im Öl erwärmst, desto intensiver wird der Auszug.

Schritt 3:
Das Teesieb mit den Pflanzen aus dem Ölgemisch nehmen und bei Bedarf das Öl durchsieben um Reste der Pflanzen zu entfernen.

Schritt 4:
In die saubere, noch warme Ölmischung das Bienenwachs und das Lavendelöl einrühren.

Schritt 5:
Den noch flüssigen Balsam in ein Glas füllen und abkühlen lassen.

Deinen fertigen Pfotenbalsam lagerst du am besten lichtgeschützt und an einem kühlen Ort. Achte darauf, dass dein Balsam nicht durch Schmutz verunreinigt wird, dann hält er sich durchaus bis zu einem Jahr.

Schnüffelteppich basteln

Ein Schnüffelteppich ist eine tolle Beschäftigungsmöglichkeit für deinen Hund. Egal ob als Ergänzung zum Spaziergang oder als Alternative bei schlechtem Wetter. Suchspiele lasten deinen Hund geistig aus und sind auch körperlich anstrengend für ihn. Aus wenigen Materialien kannst du deinem Hund ganz einfach und in kurzer Zeit einen eigenen Schnüffelteppich basteln.

Die Materialien für den Schnüffelteppich

Für einen Schnüffelteppich benötigst du nicht viel. Alles was du brauchst findest du im Baumarkt, in einem gut sortierten Supermarkt oder sogar schon bei dir Zuhause. Die Unterlage bildet eine Waschbeckeneinlage, eine Anti-Rutsch-Matte, eine Gummimatte oder Ähnliches. Damit dein Schnüffelteppich nicht rutscht sollte die Unterlage aus gummiähnlichem Material bestehen. Außerdem sollten in der Unterlage Löcher sein, sodass du die Fransen durchziehen und befestigen kannst. Die Fransen bestehen in der Regel aus Fleece. Du kannst eine oder auch mehrere Farben Fleece verwenden. Da, je nach Größe des Schnüffelteppichs, viele Fransen benötigt werden, habe ich eine Fleecedecke verwendet.

So bastelst du den Schnüffelteppich

Schritt 1:
Nehme dir deine Unterlage und schneide sie, wenn nötig, zurecht.

Schritt 2:
Schneide aus einer Fleecedecke die Fransen für den Schnüffelteppich aus. Je nach Größe des Schnüffelteppichs benötigst du mindestens 30 bis 50 Fransen, die ca. 3 cm breit und 20 cm lang sein sollten.

Schritt 3:
Fädle immer ein Fransen durch zwei nebeneinanderliegende Löcher und verknote ihn auf der Oberseite. Umso mehr Fransen du verknotest desto dichter wird dein Schnüffelteppich.

Schritt 4:
Wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist musst du den Schnüffelteppich nur noch mit Leckerchen befüllen und dein Hund kann mit der Suche starten. Wenn dein Hund den Schnüffelteppich noch nicht kennt kannst du ihm zeigen, wie du die Leckerchen im Teppich verteilst. Lass deinen Hund nicht unbeaufsichtigt, wenn er mit dem Schnüffelteppich beschäftigt ist, damit er keine Fransen aus dem Teppich zieht.

Suchspiele in den Alltag einbauen

Die meisten Hunde lieben Suchspiele. Sie sind eine gute Möglichkeit um den Hund sowohl geistig als auch körperlich auszulasten und sie bringen Abwechslung in den Alltag. Gerade für Hund, die bei anderen Spielen schnell hochfahren oder aufgrund von Handicaps körperlich eingeschränkt sind, können Suchspiele eine passende Beschäftigungsmöglichkeit sein. Einen Schnüffelteppich basteln und Leckerchen darin verstecken ist eine Möglichkeit von Vielen. Lege deinem Hund eine Futterspur, verstecke Leckerchen in einem Laubhaufen oder einem Baumstamm oder lass deinen Hund einen gefüllten Futterbeutel suchen. Probiere verschiedene Spiele aus. Ich bin mir sicher dein Hund wird die Suche mit dir lieben.

Selbstgemachte Hundekekse

Für selbstgemachte Hundekekse gibt es viele gute Gründe. Du weißt was an Zutaten drin steckt, kannst verschiedenste Variationen ausprobieren und hast immer Leckerchen in passender Größe für deinen Hund. Rezepte für selbstgemachte Hundekekse gibt es viele. Hier findest du 5 unterschiedliche Varianten, die du ganz einfach mit einer Backmatte herstellen kannst.

Thunfisch Parmesan Cookies

Für die Thunfisch Parmesan Cookies benötigst du 300g Thunfisch, 200g Parmesan, 3 Eier, 1 Esslöffel Kokosöl und 1 Teelöffel Petersilie. Alternativ kannst du natürlich auch anderen Käse oder auch anderes Öl verwenden. Zuerst den Parmesan reiben. Anschließend alle Zutaten miteinander vermischen und pürieren. Sollte der Teig zu fest sein kannst du ihn mit etwas Wasser verdünnen. Gebe den Teig in deine Backmatte und streiche ihn mit einem Teigschaber glatt.

Die Thunfisch Parmesan Cookies kommen jetzt für ca. 25 Minuten bei 175 °C in den Backofen. Die Backzeit kann je nach Größe der Backmatte natürlich variieren. Und schon sind die ersten selbstgemachten Hundekekse fertig.

Käse Kugeln

Um leckere Käse Kugeln herzustellen benötigst du 2 Karotten, 3 Eier, 50g Hüttenkäse, 50g Parmesan und 75g Buchweizenmehl. Das Buchweizenmehl kann auch durch andere Sorten z.B. Maismehl, Kartoffelmehl, Kokosmehl oder Reismehl ersetzt werden.

Zuerst die Karotten pürieren und den Parmesan reiben. Anschließend alle Zutaten miteinander vermischen und bei Bedarf mit Wasser verdünnen. Anstatt frischen Karotten kannst du auch ein Babygläschen mit Karottenbrei verwenden und je nach Bedarf verwenden. Jetzt den Teig in deine Backmatte füllen und mit einem Teigschaber glattstreichen. Die Käse Kugeln werden ca. 35 Minuten bei 150 °C gebacken.

Kokos-Käse-Leckerlis

Für dieses Rezept benötigst du 200g körnigen Frischkäse oder Hüttenkäse, 300g Kokosmehl, 2 Eier und einen Esslöffel Öl. Geeignete Öle sind unter anderem Kokosöl oder Olivenöl.

Die Zutaten miteinander vermischen und in die Backmatte geben. Sollte der Teig zu fest sein kannst du ihn mit Frischkäse oder etwas Wasser verdünnen. Die Kokos-Käse-Leckerlis werden für ca. 30 Minuten bei 180 °C gebacken.

Kürbis Kekse

Kürbis Kekse bestehen aus 150g Kürbis, 100g Kokosmehl, 150g Buchweizenmehl, 1 Ei, 1 Esslöffel Kokosöl und einem Esslöffel Hagebuttenpulver. Hagebuttenpulver ist reich an Vitamin C und wirkt unter anderem entzündungshemmend.

Als erstes wird der Kürbis geschält und püriert. Alternativ kannst du auch Babygläschen mit Kürbispüree verwenden. Die anderen Zutaten mit dem Kürbispüree vermischen und bei Bedarf mit Wasser verdünnen. Anschließend den Teig in die Backmatte geben und mit einem Teigschaber glätten. Die selbstgemachten Hundekekse für ca. 25 Minuten bei 180 °C backen.

Himbeeren Cookies

Für das letzte Rezept benötigst du 200g Himbeeren, 1 Ei, 1 Esslöffel Kokosflocken, 1 Teelöffel Kokosöl und 1 Teelöffel Kokosmehl. Statt Himbeeren können auch andere Beeren verwendet werden. Wenn du Tiefkühlbeeren verwendest achte darauf, dass du die Früchte rechtzeitig auftaust und den Saft abgießt. Die Zutaten miteinander vermischen und pürieren. Sollte der Teig zu fest sein kann er mit Wasser oder Beerensaft verdünnt werden. Teig in die Backmatte geben, glattstreichen und für ca. 20 Minuten bei 180 °C backen. Im Anschluss nochmal ca. 20 Minuten bei 50 °C trocken.

Selbstgemachte Hundekekse richtig lagern

Damit selbstgemachte Hundekekse besonders lange halten solltest du sie aufjedenfall immer gut trocknen und auskühlen lassen bevor du sie in eine Dose füllst. Sollten deine Hundekekse nach der, in den Rezepten angegebenen, Backzeit noch nicht ganz fest sein, lass sie einfach noch ein bisschen im Backofen. Übrigens sind dünne Hundekekse länger haltbar als dicke. Wähle deshalb eher eine kleinere, dünnere Form für deine Leckerchen.

Wenn deine Kekse jetzt trocken und ausgekühlt sind lagerst du sie am besten an einem trockenen und kühlen Ort. Deine Keksdose sollte nicht komplett luftdicht sein, damit evtl. vorhandene Restfeuchtigkeit austreten kann. Fertige Hundekekse lassen sich übrigens auch super einfrieren. Wenn du also bei der nächsten Backaktion zu viele Kekse gebacken hast und dir nicht sicher bist ob dein Hund sie rechtzeitig aufisst, friere sie einfach ein.

Und jetzt, viel Spaß beim Backen.

Entspannungstraining für Hunde

Stress, Ängste und Verhaltensprobleme reduzieren – Ein Buch von Karin Petra Freiling

„Ein unausgeglichener Hund reagiert instinktiv und triebgesteuert, der gelassene Hund ist hingegen in der Lage, Dinge zu überschauen und angepasst zu reagieren.“ Das ist der erste Satz der Einleitung und er macht deutlich, warum Entspannung und Ruhe so wichtig für unsere Hunde ist. Entspannungstraining für Hunde ist ein Buch, in dem unterschiedliche Entspannungstechniken vorgestellt werden. Methoden, die unseren Hunden in oder nach stressigen Situationen helfen sollen.

Daten und Fakten zum Buch „Entspannungstraining für Hunde“

Entspannungstraining für Hunde erschien 2015 als Taschenbuch über den Cadmos Verlag. Das Buch stellt verschiedene Entspannungstechniken vor aber auch mögliche Ursachen und Anzeichen für Stress. Auf den 96 Seiten bekommt man außerdem einen Einblick in die Gefühlswelt und die Körpersprache unserer Hunde.

Die Autorin – Karin Petra Freiling

Karin Petra Freiling ist Trainerin, Beraterin und Tellington-TTouch-Instruktorin. Seit ihrem 16 Lebensjahr arbeitet sie aktiv im Tierschutz und seit dem auch immer wieder mit ängstlichen, aggressiven oder hyperaktiven Hunden. Außerdem ist sie Autorin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Hundephysiotherapeutin. Bis heute berät sie Menschen mit ihren Hunden und verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz.

Entspannungstraining für Hunde – Zum Buch

Das Buch startet mit Voraussetzungen für Entspannungen. Was kann ich als Hundehalter*in tun um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, wie kann ich meinen Hund im Alltag unterstützen noch bevor ich mit gezieltem Training starte? Es geht um die eigene Einstellung und um erste TTouch-Griffe mit positiver Wirkung für den Menschen. Außerdem geht es viel um das Thema Ernährung. „Du bist, was du isst!“ Wie kann ich meinen Hund durch Ernährung unterstützen bzw. welchen Einfluss hat die Ernährung auf das Verhalten meines Hundes. Rezepte für Hauptmahlzeiten und Leckerchen geben erste Ideen, wie man diesen Punkt umsetzen kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt im Buch Entspannungstraining für Hunde sind Ursachen und Anzeichen für Stress zu erkennen und zu verstehen. Welche Auswirkungen hat Stress auf den Organismus? Wie kann ich, anhand der Körpersprache, erkennen, dass mein Hund Stress oder sogar Angst hat? Es geht um das heikle Thema Kastration und hormonellen Stress und auch um Aggression.

Der letzte große Abschnitt sind dann Entspannungstechniken und weitere Hilfen. Als Tellington-TTouch-Instruktorin schreibt Karin Petra Freiling natürlich über verschiedene TTouch-Griffe und ihre Wirkungen. Ein wichtiger Bestandteil der Tellington-TTouch-Methode ist die Bodenarbeit. Übungen, die Mensch und Hund zusammen machen können um ein besseres Körpergefühl zu bekommen. Um Vertrauen aufzubauen und selbstbewusster zu werden. Die Übungen können variiert oder auch mit Körperbandagen ergänzt werden. In dem Zusammenhang wird auch über passende Belohnungen gesprochen. Es geht aber auch um natürliche Hilfemaßnahmen. Aromaöle, Bachblüten und Homöopathische Mittel und auch über konditionierte Entspannung. Wie kann ich als Hundehalter*in Entspannung konditionieren und im Alltag anwenden.

Mein persönliches Fazit

Entspannungstraining für Hunde gibt einen Überblick über die verschiedenen Methoden mit denen man seinen Hund unterstützen kann. Als Hundehalterin mit einem sehr aktiven Hund ist mir Entspannung und Ruhetraining im Alltag sehr wichtig. Oftmals ist Training nur möglich, wenn eine entspannte Ausgangssituation geschaffen wurde. Ich finde die Methoden, die im Buch angesprochen werden, alle sehr gut und viele davon habe ich auch schon selbst in mein Training oder meinen Alltag eingebaut. Für mich ein absolut empfehlenswertes Buch zum Einstieg in das Thema Entspannungstraining für Hunde.

Die Welpenzeit

Vom Welpen zum Junghund – Wie dein Welpe sich entwickelt

Ein Welpe zieht ein, in der der Regel ist der kleine Hundewelpe dann schon zwischen 8 und 12 Wochen alt und hat im besten Fall schon einiges gelernt. Innerhalb kürzester Zeit wird dann aus dem kleinen Welpen auch schon ein Junghund. Was kann ein Welpe wann? Wie sehen die ersten Lebenswochen eines Welpen aus und was sollte ein Welpe wann lernen? Die Entwicklung eines Welpen zum Junghund geht, im Vergleich zum Menschen sehr schnell und die Welpenzeit hat einen großen Einfluss darauf, wie unser Hund später auf bestimmte Situationen reagiert.

Theoretisch kann eine Hündin zwei Mal im Jahr Welpen bekommen. Wenn eine Hündin schwanger ist dauert es dann ca. 63 Tage bis die Welpen zur Welt kommen. Ein Wurf Welpen kann dabei aus ein bis zwölf, oder in wenigen Fällen auch mehr, Welpen bestehen. Meistens besteht ein Wurf aber eher aus fünf bis sechs Welpen. Bereits während der Tragzeit können z.B. Unruhe, Angst und Stress die Welpen beeinflussen, denn die Hormone, die dabei im Körper der Hündin entstehen werden auch auf die Welpen übertragen. Daher ist es besonders wichtig solche Situationen möglichst zu reduzieren oder zu vermeiden.

1. und 2. Lebenswoche – Beginn der Welpenzeit

Die meisten Welpen kommen in einer sogenannten Wurfbox oder Wurfkiste zur Welt. Wenn die Welpen geboren werden können sie weder hören noch sehen und auch nicht laufen. Sie können aber schon riechen und schmecken und spüren Wärme bzw. den Körperkontakt zu ihren Geschwistern und ihrer Mutter. Auch andere Berührungen, Kälte und Schmerz werden von den Welpen wahrgenommen. Alle Bewegungen und Geräusche die, die Welpen jetzt machen, machen sie reflexartig, also automatisch. Ihr Alltag besteht jetzt ausschließlich aus schlafen und fressen. Welpen können ihre Körpertemperatur in den ersten zwei Wochen nicht kontrollieren und alleine keinen Kot und Urin absetzen. Für all diese Dinge benötigen Sie erst mal die Hilfe ihrer Mutter, die ihre Welpen wärmt, füttert und sauber hält. Nach ungefähr 13 Tagen öffnen die Welpen dann ihre Augen.

3. bis 5. Lebenswoche

Nach 18 bis 20 Tagen öffnet sich der Ohrkanal der Welpen. Sie können jetzt optische und akustische Reize wahrnehmen. Außerdem werden sie immer aktiver und lernen zu laufen. In dieser Zeit bildet sich auch das Milchgebiss damit die Welpen neben der Muttermilch auch langsam an feste Nahrung gewöhnt werden können. Die Fähigkeit zum komplexen Lernen entwickelt sich ebenfalls in dieser Phase. Die Welpen sind sehr neugierig, fangen an ihre Wurfbox zu verlassen und ihre Umwelt zu erkunden. Im Spiel mit den Geschwistern und der Mutter lernt ein Welpe ab jetzt das kleine 1×1 der Hundesprache. Es ist besonders wichtig, dass die Welpen in dieser Zeit viele neue Dinge kennenlernen, damit sie gut auf ihr späteres Leben vorbereitet werden.

5. bis 8. Lebenswoche – erste sensible Phase der Welpenzeit

Ab der 5ten Lebenswoche werden die Welpen etwas vorsichtiger. Sie sind immer noch aktiv und neugierig, zeigen sich jetzt aber auch öfter ängstlich gegenüber neuen und unbekannten Dingen. Deshalb sollte man ihnen in dieser Phase viel Zeit geben sich neuen, unbekannten Dingen zu nähern. Sie zeigen Verhaltensweise wie z.B. knurren und schnappen im Spiel mit ihren Geschwistern. In dieser Phase hört die Mutter meistens auch auf ihre Welpen mit Muttermilch zu versorgen. Die kleinen ernähren sich dann ausschließlich von fester Nahrung. Außerdem werden die meisten Welpen zum ersten Mal geimpft und in der Regel auch gechippt.

Ab der 8ten Lebenswoche

Ab der 8ten Lebenswoche darf ein Welpe in sein neues Zuhause umziehen. Die Welpen kennen jetzt alle Verhaltensweisen des kleinen 1×1 der Hundesprache und sollten bestens vorbereitet sein auf ihr neues Leben. In ihrem alten Zuhause haben sie, im besten Fall, schon unterschiedliche Geräusche, andere Menschen, Tiere und Hunde kennengelernt. Sie kennen es mit dem Auto zu fahren, auch mal ohne ihre Mutter zu sein und waren mehrfach bei Tierarzt. Alles was sie bis jetzt gelernt haben und in den nächsten Wochen noch lernen, lernen sie sehr schnell. Deswegen ist es besonders wichtig, dass ein Welpe auch in seinem neuen Zuhause viele neue Dinge kennenlernt und positiv verknüpft. In einer guten Welpengruppe lernt ihr wie ihr eurem Welpen Neues am besten beibringen könnt und wie ihr reagiert, wenn euer Welpe vor Unbekanntem Angst hat. Außerdem hat euer Welpe die Möglichkeit mit anderen Welpen zu spielen um alle wichtigen Verhaltensweisen der Hundesprache zu lernen bzw. zu verfeinern.

Ungefähr ab der 14. Lebenswoche – langsames Ende der Welpenzeit

Euer Welpe ist jetzt schon ein ganzes Stück gewachsen und auch sein Fell verändert sich langsam. Das weiche Welpenfell wird durch etwas härteres Fell ersetzt. Nach und nach verliert der Welpe seine Milchzähne und bekommt ein bleibendes Gebiss. Aus dem kleinen Welpen wird mehr und mehr ein Junghund. Die Rüden fangen jetzt auch an ihr Bein zu heben und zu markieren. Übrigens sind eure Hunde auch erst jetzt in der Lage mehr und mehr ihre Blase zu kontrollieren. Sollte euer Hund also noch nicht Stubenrein sein in dieser Zeit dann ist das kein Grund zu verzweifeln, sondern völlig normal.

Ein Junghund teste seine Grenzen aus und Dinge die ihr eurem Hund beigebracht habt funktionieren auf einmal nicht mehr so gut. Sein Gehirn ist sozusagen im Umbau, er kommt in die Pubertät. Er wird erwachsen. Wäre euer Hund ein Mensch dann wäre er jetzt schon zwischen 12 und 16 Jahren alt. Spätestens mit 5 Monaten ist die eigentliche Welpenzeit vorbei. Zwischen dem 6 und dem 12 Lebensmonat werden die meisten Hündinnen das erste Mal Läufig und erreichen damit ihre Geschlechtsreife. Rüden werden in der Regel auch in dieser Zeit Geschlechtsreif, jedoch gibt es kein Ereignis an dem man die Geschlechtsreife eines Rüden festmachen kann.

Mit ungefähr 8 Monaten kommt der Junghund nochmal in eine sensible Phase. Es kann passieren, dass er nochmal ängstlich auf Dinge reagiert, die er eigentlich schon kannte. In dieser Phase müsst ihr euch sehr viel Zeit für kleine Trainigseinheiten nehmen und besonders geduldig mit eurem Hund sein. Bis euer Hund 2-3 Jahre alt ist kann er sich noch körperlich und geistig weiterentwickeln. Wenn diese Reifephase beendet ist, ist euer Junghund endgültig ein erwachsener Hund. Je nach Größe des Hundes können die einzelnen Phasen entweder schneller oder langsamer voranschreiten. Die Entwicklung eines Welpen geht in der Regel bei Hunden kleiner Rassen deutlich schneller voran als bei Hunden großer Rassen oder Riesenrassen. Heißt also, dass kleine Hunde schneller erwachsen werden als große Hunde und die Welpenzeit dementsprechend kürzer ist.

Clickertraining

Wie du durch Clickertraining den Lernerfolg von dir und deinem Hund beeinflussen kannst

Mittlerweile weiß man, dass man im Hundetraining die besten Lernerfolge über positive Verstärkung bekommt. Bei der positiven Verstärkung bekommt der Hund Gutes für Gutes, das heißt für ein Verhalten, das wir als richtig empfinden wird der Hund z.B. mit Futter belohnt. Wiederholen wir das immer und immer wieder, wird der Hund das Verhalten öfter zeigen. Es lohnt sich für ihn. Clickertraining, also die Arbeit über ein Markerwort oder Markersignal, unterstützt dieses Prinzip und verbessert dein Training.

Wie funktioniert Clickertraining

Bei Clickertraining konditionieren wir den Hund auf ein Markersignal oder ein Markerwort. Dieses Signal oder Wort soll dem Hund vermitteln, „dass was du gerade tust ist richtig und es gibt eine Belohnung“. Das Geräusch des Clickers ist deswegen immer eine Ankündigung für eine Belohnung.

Der erste Schritt im Clickertraining ist also die klassische Konditionierung über ein Markersignal oder ein Markerwort. Für die Arbeit mit einem Clicker heißt das dann, jedes Mal, wenn du klickst bekommt dein Hund eine Belohnung. Erstmal einfach so, ohne viel Anstrengung. In der Regel genügen hier wenige Wiederholungen, bis dein Hund verstanden hat, „klick“ bedeutet ich bekomme eine Belohnung.

Dein Hund hat also gelernt, „klick“ bedeutet ich bekomme eine Belohnung. Doch das ist nicht alles. Wenn dein Hund von dir eine Belohnung bekommt werden im Gehirn Glückshormone ausgeschüttet, er freut sich und hat ein gutes Gefühl. Diese positiven Emotionen verknüpfen wir ebenfalls mit dem Geräusch des Clickers und damit erreichen wir, dass dein Hund sich gut fühlt, noch bevor er die eigentliche Belohnung bekommen hat. Du kannst dir das wie die Vorfreude auf Weihnachten oder andere Feste vorstellen.

Die Vorteile von Clickertraining

Wenn wir unseren Hund für gutes Verhalten belohnen möchten müssen wir schnell sein. Für schnelle Lernerfolge wird der Hund, für gutes Verhalten, am besten in unter zwei Sekunden belohnt. Wer mit dem Clickertraining anfängt merkt schnell, wie langsam man eigentlich ist. Aber das Gute an der Sache ist, wir können uns verbessern. Durch Clickertraining können wir unser Timing verbessern und gutes Verhalten viel schneller belohnen.

Dadurch das wir schneller werden und der Hund gelernt hat, dass der Klick eine Belohnung bedeutet, können wir auch viel gezielter Verhalten belohnen. Indem wir genau dann klicken, wenn der Hund gutes Verhalten zeigt, markieren wir das Verhalten. Wir verbessern also nicht nur unser Timing, sondern auch unsere Kommunikation.

Besseres Timing, bessere Kommunikation und viele positive Gefühle führen am Ende dazu, dass wir deutlich schnellere Lernerfolge erzielen. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir durch unterschiedliche Marker auch die Möglichkeit haben unserem Hund beizubringen welche Belohnung er wo bekommt. Für manche Hunde kann das sehr sinnvoll sein und die eigentliche Belohnung nochmal deutlich besser machen.

Clicker, Markersignal und Markerwort

Wenn wir Clickertraining lesen denken wir erstmal ganz klassisch an Menschen die einen sogenannten Clicker in der Hand haben und klicken, sobald der Hund gutes Verhalten zeigt. Clickertraining funktioniert aber nicht nur mit einem Clicker. Möglicherweise „clickerst“ du auch schon ohne es zu wissen.

Denn, wer keinen Clicker nutzen möchte kann sich auch für ein alternatives Markersignal oder ein Markerwort entscheiden. Die klassische Konditionierung erfolgt dann nicht über das Geräusch des Clickers, sondern über ein anderes Geräusch oder ein Wort. Beliebte Alternativen sind zum Beispiel das Schnalzen mit der Zunge oder die Wörter „klick“, „top“, „Bingo“, „yes“ oder „ping“. Der Vorteil, man hat seine Stimme immer dabei und die Hände frei.

Kann man auch was falsch machen?

Die Fehlerquellen beim Clickertraining sind relativ gering und wenn dann doch mal was schiefläuft, dann hält sich der „Schaden“ aufjedenfall in Grenzen. Trotzdem gibt es ein paar wichtige Regeln an die du dich halten solltest.

Das Markersignal oder Markerwort markiert ein gutes Verhalten. Es wird also nur geklickt, wenn dein Hund ein Verhalten zeigt, dass du gut findest und verstärken möchtest. Es wird nicht geklickt um den Hund zu dir zu locken!

Wie schon erwähnt kündigt das Markersignal eine Belohnung an und die sollte auch immer folgen. Ohne die Belohnung würde das Markersignal irgendwann an Bedeutung verlieren und zu einem völlig uninteressanten Geräusch oder Wort werden. Die einzige Ausnahme ist, wenn dein Hund in einer Situation ist, in der keine Belohnung annehmen kann. Sollte das der Fall sein kannst du trotzdem gutes Verhalten durch klicken markieren. Dann ist es aber besonders wichtig, denn Belohnungsakku im Anschluss wieder aufzuladen.

Zu guter Letzt kann es dir passieren, dass du, vor allem durch falsches Timing, ein anderes Verhalten markierst und belohnst als du geplant hattest. Wenn dir das passiert leg am besten eine kleine Pause ein und arbeite anschließend an deinem Timing.

Fazit

Clickertraining ist für jedes Mensch-Hund-Team geeignet. Es kann dir helfen dein Timing und die Kommunikation zwischen dir und deinem Hund zu verbessern. Markersignale oder Markerworte können Belohnungen aufwerten und deinem Hund vermitteln, dass er etwas richtig macht, wenn er gerade keine Belohnung annehmen kann.

Jeder kann „Clickern“ lernen und einfach und schnell in sein Training einbauen. Fehlerquellen gibt es nur wenige. Also worauf wartest du? 🙂

« Ältere Beiträge

© 2023 adventure-dog.de

Theme von Anders NorénHoch ↑